Gestern bin ich mit dem Bus von Santiago nach Mendoza, gefahren, wo ich spaet abends angekommen bin. In meinem Hostel steht den Gaesten ein grosses Weinfass zur freien Verfuegung und eine Klampfe steht auch in der Ecke, weshalb ich sehr zufrieden mit meiner Wahl bin. Allerdings moechte ich heute Abend schon die knapp 20-stuendige Busfahrt nach Jujuy in der Naehe der bolivianischen Grenze auf mich nehmen, um in etwa drei Tagen in Bolivien zu sein. Heute werde ich noch ein bisschen die Stadt anschauen, telefonieren und eine Buchhandlung suchen, die den Bolivien-Peru-Ecuador-Trekkingfuehrer verkaufen, um mich ein bisschen einzulesen und allmaehlich konkrete Plaene schmieden zu koennen.
Vielleicht noch ein paar Worte zum Bob Dylan Konzert: auch wenn er nicht mehr der Alte ist, bezeichne ich die Tatsache, Lieder wie zum Beispiel „Like A Rolling Stone“ – vom Altmeister persoenlich vorgetragen – gehoert zu haben, als i-Tuepfelchen meiner Reise. Unter anderem hat er folgende Lieder gespielt: „Leopard Skin Pill Box Hat“, „Highway 61 Revisited“, „Blowin’ In The Wind“, „Thunder On The Mountain“, „Masters Of War“, „Nettie Moore“, „Lay, Lady, Lay“, … Was ich jedoch festgestellt habe ist, dass die Suedamerikaner einen Kuenstler doch noch um einiges mehr feiern als wir Europaeer, was wahrscheinlich zum einen an der Mentalitaet, zum anderen einfach daran liegt, dass hier „Gringos“ nicht so oft spielen wie etwa in Deutschland.
seas oide haut!
die fotos und deine berichte san nach wie vor sehr schee! nix neis aus meinem munde…
des mit der arbeit stimmt. moi schaugn was as lebn bringt. zur not gibts bei mir noc den bauernhof in lyon. des is a beruhigendes gefühl, sog i dir. wer woas scho, wos da siemens bringt, geih!?
und wer woaß, wos in 5 jahr is…
i merk hoid, dass du dir gedanken machst, was dei zukunft ogeht, so wars in frankreich bei mir ah. i hob mir waos ausgsuacht für mei leben… vorerscht. des weasd du ah doa. mehr is nix g’wieß…
G’wieß is nur, dass i dir weiterhin zuhör, wossd schreibst und deine fotos oschaug.
à la suivante sogt da franzos,
vinze
Servus Michi,
ich habe mal wieder deine letzten Berichte gelesen. Die Geschichte vom Hund hat mir deine Mama schon vorher erzählt, als wir auf den Fentberg (bei dem Wort Fentberg muss ich echt lachen, wenn ich an deine Bilder denke) gegangen sind. Übrigens, deine Bilder sind echt Spitze. Fast jedes Bild ist ein Kalenderbild. Mach weiter so. Bis zum nächstenmal.
Gruß: Schorsch aus Hoizkircha
@vinze: servus vinze, vielleicht sind diese „notfallplaene“ wie bei dir der bauernhof in lyon, diese „wenns mit dem studium und der karriere ned klappt“-plaene, genau das, was wir eigentlich wollen oder zumindest lieber wollen? lass es dir mal durch den kopf gehen. das leben ist absurd.
allerliebste gruesse aus la paz, michi